Die über 36 Millionen Haushalte in Deutschland verbrauchen 26 % des gesamten Energiebedarfs. Dabei wird der weitaus größte Anteil, knapp 80%, für Heizenergie benötigt.
Dieser Energiebedarf kann durch den Einsatz eines Sytems zur Solarenergienutzung erheblich reduziert werden. Immer mehr Hersteller von Bedachungssystemen haben solche Anlagen im Programm. Neben leistungsspezifischen Details werden generell zwei Wirkprinzipien unterschieden:
Solarthermie:
Absorbererhitzung durch Wärmestrahlung, Wärmetransport durch einen hydraulischen Kreislauf.
Photovoltaik:
Direkte Erzeugung von elektrischem Strom
Ein paar grundlegende Informationen zur Solarthermie:
Eine gängige Solaranlage besteht aus dem Kollektorfeld auf dem Dach, dem Solarspeicher mit zwei eingebauten Wärmetauschern und einer Pumpe mit Sicherheitsgruppe. Treffen nun Sonnenstrahlen auf den Kollektor, dann geben sie fast 80% ihrer Energie an den Absorber ab. Nur ein kleiner Teil der Strahlung entweicht wieder durch die Glasscheiben. Die erwärmte Solarflüssigkeit wird mit einer Umwälzpumpe in den unteren Wärmetauscher des Speichers gepumpt. Dort gibt sie ihre Wärme an das kältere Pufferwasser des Heizkreises im Speicher ab. Das Trinkwasser und das Pufferwasser im oberen Bereich des Kessels erwärmt sich dadurch, steigt im Speicher nach oben und kann dann zum Duschen, Baden und im gesamten Haushalt als Heizenergie verwendet werden.
Photovoltaik basiert auf einer anderen physikalischen Wirkungsweise:
Die verwendeten Solarzellen bestehen aus verschiedenen Halbleitermaterialien. Halbleiter sind Stoffe, die unter Zufuhr von Licht oder Wärme elektrisch leitfähig werden, während sie bei tiefen Temperaturen isolierend wirken. Um für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche geeignete Spannungen bzw. Leistungen bereitstellen zu können, werden einzelne Solarzellen zu größeren Einheiten miteinander verschaltet. Von der Industrie werden einbaufertige Bausätze, die z.B. mit Wohndachfenstern kombiniert werden können, geliefert.



